Antifaschistische Gruppen Südthüringen

Antifaschistische Gruppen Südthüringen

News
Ueber uns
Archiv
Dates
Chronik
Texte
Kontakt
Links
Mitmachen
Naziangriffe melden





Facebook

RSS


Because we are friends

Saalfeld: Polizeiterror gegen Minderjährige

Eintragsdatum: 2017-03-23Quelle: Rote Hilfe Südthüringen

Im Zuge der Repressionen gegen einen Antifaschisten aus Saalfeld, der im Zuge der Proteste gegen einen Thügida-Aufmarsch am 9. Januar 2017 in Gewahrsam genommen wurde, baut das LKA Thüringen nun Druck auf Jugendliche auf. Dieses versucht sie mittels Anrufen und Besuchen am Arbeitsplatz zu einer Zeugenaussage zu drängen, wie die Rote Hilfe berichtete.

Wie in letzter Zeit bekannt wurde, hat das Landeskriminalamt Thüringen mit Sitz in Erfurt erneut versucht Jugendliche aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt unter Druck zu setzen. Sie versuchten Zeugenaussagen für Ermittlungen gegen unseren Genossen Tony, zu erzwingen. Dabei wurden die Beamten immer dreister, um an Informationen zu gelangen.

Erst kürzlich wurden bis zu 12 Jugendliche, die bei den Protesten gegen Thügida in Saalfeld am 9. Januar 2017 von der Polizei festgesetzt wurden, auf ihren Privthandys vom LKA angerufen. Die Beamten aus Erfurt wollten dabei Termine für Zeugenaussagen vereinbaren und Informationen über die jungen Antifas gewinnen. Wie sie dabei an die Nummern der Privathandys gekommen sind, wird wohl das Geheimnis der Beamten bleiben. Am Tag bzw. Nachmittag des 21. und 22. Februar wurden die Jugendlichen von den Nummern 0361 3411785 & 0361 3413563 zum Teil mehrmals angerufen. Immer wieder stellten sich die Anrufer als Beamte des LKAs heraus, die einen Termin für eine Zeugenaussage ausmachen wollten. Dabei versuchten die Cops nicht nur die Jugendlichen per Telefonat zur Aussage, bzw. zu einem Vorladungstermin zu bewegen, sondern ebenso mit einer schriftlichen Vorladung per Post. Dass die Cops kaum Erfolg bei ihrer Masche haben, scheint sie stark zu nerven. Scheinbar ging es den LKA Beamten so auf den Leim, dass sie gleich zu einer Person auf die Arbeitsstelle gefahren sind und ein persönliches Gespräch gesucht haben. Woher das LKA die Information zum Arbeitsort hat, ist ebenfalls unklar. Nachdem ein persönliches Gespräch verweigert wurde, unterhielten sich die aufgeschlagenen Beamten mit der Chefin, welche wiederum die betroffene Person dazu bringen wollte eine Zeugenaussage zu tätigen. Daraufhin erfolgte ein erneuter Versuch des LKA, nun von der Polizeidienststelle Saalfeld aus, in der auch die Vernehmungen stattfinden sollten, die betroffene Person telefonisch auf dem Privathandy zu erreichen. Auch wenn die Cops bisher wenig Erfolg dabei hatten, an Informationen durch Zeugenaussagen zu gelangen, ist nicht damit zu rechnen, dass sie ihre Aufdringlichkeiten zeitnah einstellen. Nichtzuletzt geht es schließlich darum, Antifaschisten einzuschüchtern. Wer bekommt schon gerne einen Anruf vom LKA um sich dabei noch zu fragen, woher sie die eigene Nummer haben. Und nicht ohne Grund suchen sie euch nicht etwa zu Hause, sondern auf Arbeit auf, wo ihr euch gleich vor dem Chef dafür rechtfertigen könnt, dass die Bullen vor der Tür stehen. Auch wenn das unangenehm ist – lasst euch nicht einschüchtern!

Quelle: Rote Hilfe Südthüringen, 20. März 2017.
Antifaschistische Gruppe Südthüringen