Antifaschistische Gruppen Südthüringen

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Suhl: NPD-Kundgebung in der Innenstadt

Eintragsdatum: 2014-08-25Quelle: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

Wie bereits in den letzten Tagen fuhr der NPD-Spitzenkandidat Patrick Wieschke im Rahmen seiner Wahlkampftournee auch durch Südthüringen. Dieses Mal hielt er in Suhl am Dianabrunnen seine Reden, wobei er auf Gegenproteste der Zivilgesellschaft und einiger Antifas traf.

Ursprünglich plante die NPD auf dem Friedberg eine Kundgebung in direkter Nähe zum Flüchtlingsheim abzuhalten. Jedoch wurde ihnen dieser Kundgebungsort von den Behörden nicht genehmigt, weshalb sich Wieschke und sein Anhang in der Suhler Innenstadt positionierten. Ähnlich wie auch schon in Ilmenau, hielt Wieschke eine seiner Reden, die er wohl vorher fleißig auswendig lernen musste und wahrscheinlich noch im Schlaf aufsagen kann.

Der etwas verloren wirkenden NPD-Kundgebung standen ca. 40 Menschen entgegen, die gegen die Nazikundgebung protestierten. Neben der Zivilgesellschaft fanden sich auch einige Antifas ein, die mit Zwischenrufen die NPD-Kundgebung störten.

Etwas abseits der NPD-Kundgebung trafen sich auch weitere Nazis. So schauten sich Marcus Russwurm, der bereits einen antirassistischen Aktivisten in Suhl angriff und mit dem Tode bedrohte, Denny Schön und Sven Büschen die NPD-Kundgebung aus einem daneben liegenden Restaurant an. Dass die drei Nazis nicht an der Kundgebung teilnahmen, lag wohl auch daran, dass die NPD seriös wirken und nicht das Bild von Klischeenazis bedienen wollte. Die drei erwähnten Dumpfbacken passten Wieschke weniger gut in das Bild der volksnahen Partei. Bereits im Vorfeld der Wahlkampftour gab die NPD bekannt, kein militantes Auftreten auf ihren Kundgebungen zu dulden und erklärte Sonnenbrillen und Kapuzenpullis den Krieg.

Zeitgleich zur NPD-Kundgebung und den Gegenprotesten fand auf dem Friedberg an der Flüchtlingsunterkunft eine Art Begegnungsfest statt. Dort tauschte man sich aus und hatte die Gelegenheit mit den dortigen Flüchtlingen zu reden oder auch gemeinsam Fussball und andere Spiele zu spielen. Zumindest für ein paar Stunden sahen die Flüchtlinge mal was anderes als die Suhler Tristesse.

In anderen Südthüringer Städten gab es ebenfalls Proteste. In Neuhaus am Rennsteig protestierten ca. 35 Menschen gegen die Nazis. Als die NPD am selben Tag in Sonneberg halt machte, wurden sie massiv bedrängt und immer wieder gestört, so dass die Kundgebung unter dem Gegenprotest so gut wie unterging. Dass die Kundgebung überhaupt durchgesetzt werden konnte, hatte die NPD wohl auch den brutalen Polizeikräften zu verdanken, welche immer wieder die Antifaproteste angriff. Wer im Zuge der Gegenproteste in Sonneberg oder auch in anderen Städten von Repressalien betroffen ist, raten wir sich bei der Roten Hilfe Südthüringen zu melden.

In den kommenden Wochen befindet sich die NPD weiterhin auf Wahlkampftour. Die einzelnen Stationen und Orte, sowie Infos zu Gegenprotesten in Südthüringen erfahrt ihr hier.

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