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Suhl: Nazis mobilisieren gegen Flüchtlingsunterkunft

Eintragsdatum: 2014-07-21Quelle: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

Anfang Juli eröffnete auf dem Suhler Friedberg eine Außenstelle des Flüchtlingserstaufnahmelager Eisenberg. Der Status Aufnahmestelle ist vorübergehend, solange das eigentlich dafür vorgesehene Objekt in Rudolstadt noch nicht fertig ist. Südthüringer Nazis mobilisieren unterdessen gegen das Heim. Höhepunkt ihrer Bemühungen war eine Mahnwache am vergangenen Mittwoch. Weitere Aktionen sind schon angekündigt.

Vor knapp zwei Wochen zogen die Flüchtlinge vor allem aus Eritrea und Somalia in einen Plattenbau auf dem Suhler Friedberg. Es dauerte nicht lange bis die Nazis davon Wind bekamen und Stimmung gegen die Asylbewerberunterkunft machten. Vor allem Tommy Frenck und sein „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ (BZH) hetzten in volksverhetzerischer Manier, sprachen von „Moslem-Terroristen“ und „ehemaligen Piraten“, die Südthüringen bald eine „Asylantenschwemme“ bescheren würden. Bisheriger Höhepunkt der rassistischen Bemühungen war eine Mahnwache am vergangenen Mittwoch in unmittelbarer Nähe zum Heim. Erfreulicherweise fanden sich trotz der intensiven Mobilisierung vor allem in sozialen Netzwerken lediglich etwa 20 Nazis aus dem Umfeld des BZH auf dem Friedberg ein. Noch erfreulicher war die Reaktion der Suhler Zivilgesellschaft, die ein Willkommensfest vor der Unterkunft veranstaltete. Mehr als 100 Menschen waren dem Aufruf von Kirche und BGR gefolgt und boten den Nazis von NPD und BZH die Stirn. Während die Nazis auf dem Hinterhof eines Internatsgebäudes unter ihrem Pavillon saßen und nur kurzeitig zur Provokation die Deckung verließen, gab es auf dem Willkommensfest Kaffee und Kuchen, Spiel und Spaß und erste Kontaktaufnahmen zwischen Flüchtlingen und Nazigegnern.

Bisher liefen die Versuche der Nazis, die Suhler Bevölkerung gegen das Heim zu mobilisieren, ins Leere. Die Nazis wollen es aber weiter versuchen und kündigen wöchentliche Aktionen gegen die Flüchtlinge an.

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