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Suhl: Nazischmierereien in der Innenstadt

Eintragsdatum: 2012-10-22Quelle: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

Das Freie Wort berichtete vor wenigen Tagen über gesprühte Naziparolen in der Suhler Innenstadt. Verwunderlich, dass dies der Presse und der Öffentlichkeit erst jetzt auffällt, bringen Neonazis doch schon seit Monaten ihre Propaganda in das Suhler Stadtbild. Egal ob durch massig Aufkleber, Plakaten mit Slogans „Volkstod stoppen!“ oder eben durch gesprühte Naziparolen.

Jedoch gab es in der Innenstadt immer wieder Bestrebungen von Antifaschist_innen und Jugendlichen diese Propaganda zu entfernen oder auch zu überkleben, so dass sich Naziplakte und Sticker nicht lange in der Innenstadt halten konnten. Es gibt aber auch Suhler Stadtteile, in denen es solche Säuberungsaktionen nicht gibt und welche immer wieder zu einer „No go Areas“ für Linke oder alternative Jugendliche werden. Dabei handelt es sich nicht nur, wie noch vor einigen Jahren, um den Stadtteil „Suhl-Nord“. Vielmehr rücken Gebiete wie das Suhler Himmelreich und die Suhler Aue in den Fokus, wenn es um Naziaktivitäten geht. Teilweise werden solche Gebiete nicht nur für Punks und Linke zu Gefahrenzonen, sondern auch für die dortigen Anwohner_innen. Laut Angaben einiger Anwohner_innen, trauen sich diese Nachts nicht vor die Tür, da junge Neonazis betrunken Parolen grölen und auf nächtlichen Randalezug seien. So wurde zum Beispiel eine Anwohnerin, als diese einen Jugendlichen auf eine Sachbeschädigung ansprach, daraufhin von einem bekannten Neonazi bedroht.

Besonders im Suhler Stadtteil Aue und auch auf dem Himmelreich wohnen viele Neonazis, von Nazis der älteren Generation, die beim Bier vor dem Supermarkt die Leute anpöbeln, bis hin zu organisierten Neonazis, welche immer wieder auf bundesweiten und regionalen Nazidemos auftauchen. Meist versuchen es die Neonazis in diesen Stadtteilen mit dem endlosen „auslatschen“ der Volkstodparole, in der Hoffnung in der Tristesse der Stadt neue Anhänger_innen für ihre Ideologie zu finden. Den Begriff des sogenannten „Volkstodes“ thematisierte bzw. entzauberte die Antifa Meiningen in ihrem Aufruf zur antifaschistischen Demonstration „Den Volkstod vorantreiben! Nie wieder Deutschland!“ im Juni diesen Jahres. Dort heißt es: „Wenn Nazis von Volk reden, stehen dahinter rassistische Vorstellungen von einem weißen nicht-jüdischen Zwangskollektiv, einer Blut- und Bodengemeinschaft, in der Verschiedenheit durch das repressive Kollektiv verfolgt wird. Das Ziel der Nazis ist die alle Unterschiede zwischen den Menschen nivellierende Volksgemeinschaft. Doch schon bevor die Nazis den Begriff für sich entdeckten und zu seiner letzten Konsequenz trieben, was konkret in den Völkermord gegen andere „Völker“ mündete, war (Staats-)Volk die Kategorie für den Ausschluss aller Nichtzugehörigen aus einem Kollektiv, dessen Zugehörigkeit man sich als Einzelner in der Regel nicht aussuchen kann.“ (siehe: www.antifa-meiningen.tk)

Dass es den Nazis also weniger um die Verbesserung der Situation in der tristen Kleinstadt Suhl geht, sondern vielmehr um die Schaffung und Erhaltung eines sich über Zwang und Ausschluss konstituierenden Volkes, daran kann kein Zweifel bestehen.

Die „besondere Kreativität“ der gesprühten Parolen, wie „Antifa stinkt! Volkstod stoppen!“, sprechen eher für eine, wenn überhaupt, geringe Auseinandersetzung mit der Thematik. Glücklicherweise erkannte die Stadt Suhl wenigstens einmal die Nazipropaganda als Problem und veranlasste die Beseitigung der „geistigen Ergüsse“. Geht man nach den letzten Monaten, wird dies sicherlich nicht der letzte Versuch der Suhler Nazis gewesen sein, ihre Propaganda in der Stadt zu verbreiten.


inSüdthüringen.de – 11.10.2012
Nazi-Schmierereien im Fußgängertunnel

Suhl - Die Suhler Polizei ermittelt wegen Nazi-Schmierereien im Fußgängertunnel zwischen der Werner-Seelenbinder-Straße und dem Suhler Stadtzentrum. Die Beamten wurden am Dienstagnachmittag eingeschaltet.

Laut Mitteilung hatten Unbekannte in roter Farbe "I like NS" auf die Wand geschmiert - das "like" war dabei in Form eines Herzens dargestellt. Zudem fanden die Polizisten einen zwei Meter langen und 60 Zentimeter hohen Schriftzug "Antifa stinkt, Volkstod stoppen" in schwarzer Farbe vor. Die Stadtverwaltung Suhl hat indes die Beseitigung der Schmierereien veranlasst.

Quelle: http://www.insuedthueringen.de/lokal/suhl_zellamehlis/suhl/Nazi-Schmierereien-im-Fussgaengertunnel;art83456,2145765


Naziplakat in Suhl Himmelreich


Naziaufkleber Suhl


Nazischmiererei


Nazischmiererei
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